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Export nach Russland ist rückläufig

Maike Verlaat | 2014-06-17 | B2B-News, Export

Zwar haben Warenlieferungen aus Deutschland in den letzten Monaten insgesamt verstärkt zugenommen, allerdings sind die Exporte nach Russland dagegen eingebrochen. Experten rechnen aufgrund der Ukraine-Krise mit einem Exportrückgang von etwa 10% für das Jahr 2014.

Export nach Russland rückläufig

Fehlende Genehmigungen

Gründe für die rückläufigen Russland-Exporte gibt es mehrere. Zum einen können zahlreiche Waren, wie bereits fertig gestellte Anlagen, nicht nach Russland geliefert werden, da Exportgenehmigungen bereits seit Monaten auf sich warten lassen. Weil russische Kunden mit Stornierungen von Aufträgen drohen, könnten für deutsche Mittelständler somit Millionenbeträge verloren gehen. Das Problem für die deutsche Industrie besteht darin, dass es seitens der EU eine „schwarze Liste“ an russischen Unternehmen gibt, die vorerst nicht mehr beliefert werden dürfen. Wettbewerber aus China oder auch aus anderen Mitgliedstaaten der EU, wie Italien, von denen es keine Restriktionen gibt, profitieren hingegen.

Schwacher Rubel

Mitverantwortlich für den Abwärtstrend ist der Kursrückgang des Rubel. Dadurch dass zahlreiche Anleger ihre Gelder aus dem Land abgezogen haben, werden deutsche Waren teurer. Insbesondere betroffen von rückläufigen Warensendungen sind dadurch deutsche Maschinen- und Autobauer.
Die Exporte in die Ukraine sehen sogar noch schlechter aus, als die nach Russland. Im ersten Quartal dieses Jahres sind die Warenausfuhren um etwa 26% zurückgegangen, was die deutsche Wirtschaft immense Summen kostet.
Für Unternehmen bedeutet das erst einmal abzuwarten. Experten sehen für die zweite Jahreshälfte bereits einen Aufwärtstrend was die Exporte nach Russland und in die Ukraine angeht, sofern keine weiteren Sanktionen seitens der EU verhängt werden. Auch zahlreiche Unternehmen wollen weiterhin an ihrer Russland-Startegie festhalten, da das Land zu den wichtigsten Absatzmärkten zählt. Allerdings sollten Unternehmen immer mehrere Exportmärkte im Blick behalten, um Engpässe oder gar Ausfälle kompensieren zu können.

Neue Zertifizierungen machen Export nach Russland teurer

Neben der momentanen politischen Situation kommt für Unternehmen erschwerend hinzu, dass für Maschinen, die aus Deutschland nach Russland exportiert werden, zukünftig neue Zertifikate benötigt werden. Es besteht zwar eine Übergangsregelung bis zum 15. März 2015, alle nachfolgenden Exporte nach Russland bedürfen allerdings neuer Dokumente, die für deutsche Unternehmen auch langfristig höhere Kosten bedeuten.

Importe steigen an

Im Gegensatz zu den Exporten steigen die Importe aus Russland an, was vor allem an den Erdöl- und Erdgaseinfuhren liegt. Deutsche Unternehmen wollen sich aus Angst einer Verknappung bzw. Verteuerung Vorräte anlegen. Welche Auswirkungen es aufgrund des Gas-Lieferstopps in die Ukraine für Deutschland und die EU geben wird, ist noch offen.

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